"Information im Überfluss ist wertlos"

Das Pressefoto

Wie für die Erstellung von Pressemitteilungen gibt es auch für Pressefotos Regeln.

Denn nicht nur eine gute Presseinformation erregt Aufmerksamkeit, auch ein gutes Foto kann Journalisten motivieren, eine Information zu veröffentlichen. Als Bildmedien bieten sich Fotografie bzw. Dia, Grafiken bzw. grafische Darstellungen, logische Bilder, analoge Bilder und Zeichen und Symbole an. Auch beim Pressefoto gilt: "Comment is free, but facts are sacred," schrieb der britische Newspaper Editor C.P. Scott 1921

Was macht ein gutes Foto zum Nachrichtenfoto bzw. was ist ein gutes Foto?

Die Bildaussage muss im Mittelpunkt stehen (also auch so plaziert werden). Wenn dann der goldene Schnitt dabei berücksichtigt wird, wäre das natürlich von Vorteil. Die Bildaussage sollte auch mindestens 50 Prozent des Bildformats ausmachen. Ein Bild sollte Neugier erwe-cken. Was ist das, was könnte das sein, um sich letztlich mit dem Bild zu beschäftigen.

Der Goldene Schnitt, das irrationale Zahlenverhältnis, zeichnet sich durch eine Fülle interes-santer mathematischer Eigenschaften aus und gilt seit der Antike als ideale Proportion für Ge-ometrie, Architektur und Kunst - z.B. für die ästhetische Unterteilung eines Körpers oder ei-ner Buchseite. Der kleinere Teil verhält sich zum grösseren wie der grössere Teil zum Ganzen. Definition: Eine Strecke mit den Endpunkten A und B wird durch einen dritten Punkt P in zwei Teilstrecken geteilt. Dann teilt P die Strecke AB im Goldenen Schnitt, falls gilt: AP / PB = AB / AP, das heisst die grössere Teilstrecke geteilt durch die kleinere ergibt die gleiche Zahl (ca. 1,618) wie die ganze Strecke geteilt durch die grössere. Bereits Euklid (325 - 270 v. Chr.) erkannte das Streckenverhältnis, das wir heute als Goldener Schnitt bezeichnen im Rahmen seiner Untersuchungen über Platonische Körper. Später beschäftigte sich der Mönch Luca Pacioli di Borgo San Sepolcro (1445 - 1514) mit Euklids Ar-beiten. Er nannte diese ästhetisch perfekte Streckenteilung Göttliche Teilung. Der Begriff Goldener Schnitt wurde erstmals 1835 von Martin Ohm (1792-1872; Bruder von Georg Si-mon Ohm) benutzt, und zwar in einem Band seines Werkes „Die reine Elementar-Mathematik, weniger abstrakt, sondern mehr anschaulich“. Im 19. Jahrhundert glaubten dann viele Wissenschaftler, der Goldene Schnitt sei ein göttliches Naturgesetz. Sie untersuchten daraufhin den Körperbau des Menschen - der „Krone der Schöpfung“. Viele Zeichnungen sollen zeigen, dass der menschliche Körper durchaus nach dem Goldenen Schnitt gebaut ist. Adolf Zeising schreibt 1854 in seinem Buch „Neue Lehre von den Proportionen des menschlichen Körpers“: Der Goldene Schnitt ist als ästhetisches Gesetz in betreff des Baues des menschli-chen Körpers nachgewiesen, insofern bei dessen Länge vom Scheitel bis zur Sohle der Eintei-lungspunkt nach dem Goldenen Schnitt in die Gegend der Rippengrenze falle. In der Folge entdecken viele in alten Kunstwerken und Malereien den Goldenen Schnitt, den der Künstler absichtlich oder einfach intuitiv verwendet habe. Beispielsweise wird man fündig an der Cheops-Pyramide, an der Vorderfront des Parthenon-Tempels, an Statuen von grie-chischen Bildhauern usw. Der Architekt und Maler Le Corbusier (1887-1965) verwendete in seinen Entwürfen bewusst möglichst oft den Goldenen Schnitt.

Kriterien für gute Pressebilder

Bildinhalte

  • sie müssen Informationswert, Nachrichtenelemente besitzen, etwas „aussagen“
  • das, worauf es ankommt, sollte möglichst im Vordergrund stehen und gut erkennbar sein
  • unnötiges Beiwerk weglassen
  • möglichst Details aufnehmen (dazu aber auch eine Übersichtsaufnahme zur Einordnung des Details)
  • wenn möglich, sollte das Bild originell und lebendig sein, Atmosphäre ausstrahlen. Dies erreicht man beispielsweise durch
    • Wahl des Standorts, der Perspektive, des Ausschnitts
    • durch Schnappschuss anstelle einer gestellten Aufnahme
    • agierende Personen anstelle des üblichen Gruppenbilds.

    Die zehn Nachrichtenelemente

    Sie gelten genauso für gute Pressebilder wie für gute Presseinformationen. Je mehr Nachrichtenelemente eine Presseinformation bzw. ein Pressebild, desto grösser die Chance, ins Blatt zu kommen. Die Nachrichtenelemente:

    1. Aktualität
    2. Nähe (des Ereignisses zum Leser)
    3. Folgenschwere
    4. Öffentliche Bedeutung (Prominenz)
    5. Dramatik
    6. Kampf (Konflikt)
    7. Kuriosität
    8. Liebe (Sex)
    9. Gefühl (human interest)
    10. Fortschritt

    Nachrichtenfaktoren (s.a. Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge 1965) sind Kataloge von Ereignismerkmalen auf, die Journalisten für besonders berichtenswert halten. Nachrichtenelemente sind journalistische Vorstellungen über Publikumsinteressen.

    Eine gewisse Unmittelbarkeit bei Pressefotos sollte gegeben sein

    Das Auge des Betrachters sollte dazu führen, dass der Betrachter das Gefühl hat, dabei gewe-sen zu sein. So könnte ich mir das auch vorstellen, so muss es ein. Ein spannendes Bild stellt auch für den Betrachter ein gewisses Mass an Widersprüchlichkeit dar. Das weckt wieder die Neugier. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

    Der Erinnerungswert eines Fotos

    Aha, ich erinnere mich, ach so war das – das sind Bilder, Beschreibungen, die der Betrachter erkennt.

    Ein bisschen Voyeurismus

    Dem Betrachter muss immer klar werden, dass er ein solches Foto nicht schiessen kann. Da kommt es auf den Standpunkt der Kamera an, aber auch auf das Thema, zu dem viele keinen Zutritt haben. Wenn der Abgebildete oder die Abgebildeten im Prinzip nicht wissen, dass sie fotografiert werden, also nicht das übliche Protokollfoto, sondern der Schuss aus dem Hinter-grund erzeugt Spannung.

    Ein anderes Thema sind die fotografischen Grundregeln

    Das Bild muss anders als bei z.b. Urlaubsaufnahmen vorher im Kopf entstehen. Ich muss mir Gedanken machen, was ich fotografieren will und wo. Wo findet der Termin statt, wie sind die Rahmenbedingungen vor Ort. All das muss vorher geklärt sein, damit der Kopf zum Foto-grafieren frei ist. Dann bin ich auch vor Überraschungen sicher - welcher Hintergrund erwartet wird etc. Der Standpunkt ist ein klares Zielmittel: Froschperspektive oder Vogelperspektive?
    Ich stelle mich auf eine Leiter. Ich wähle bewusst einen verzerrten Ausschnitt und, und, und. Der Einsatz verschiedener Brennweiten ist ebenfalls ein ganz wichtiges Handwerkszeug, das beherrscht werden muss.

    Ein Pressefoto sollte aktuell sein und in Papierform das übliche Format 13x18 Zentimeter haben. Eine kurze Bildunterschrift erläutert das Foto und wird mit dem Datums- und Quellenhinweis mit freiem Urheberrecht auf der Bildrückseite aufgeklebt oder aufgedruckt. Das Datum ist wichtig, um zu entscheiden wie aktuell das Bild ist und es archivierbar zu machen. Der Quellenhinweis mit Urheberrechtshinweis klärt die Rechte am Bild. Denkbar ist z.B. folgender Hinweis: Abdruck frei bei Quellenangabe / Reprint free of charge by indicating source. Digital sollte das Foto eine Auflösung von 300 dpi haben, das ist Druckqualität.
    Das Foto ergänzt z.B. den Pressetext (wenn es nicht allein als Bild mit Bildunterschrift wirkt) also die beteiligten Personen, das neue Produkt oder die neue Technik zeigt. Aber so manche Portraitfotos sehen aus als ob sie im Passbildautomaten des nächsten Bahnhofes gemacht worden sind und wenig attraktive Abbildungen oder für Broschüren sauberst ausgeleuchtete technische Geräte sind hinausgeworfenes Geld — ihre Abdruckquote ist gleich Null. Zeigen Sie z.b. ein Produkt im Einsatz oder den Nutzen der Anwendung oder der Dienstleistung. Ein Foto transportiert in hohem Masse auch das Unternehmensimage. Eine saubere, zeichnerische Darstellung eines neuen Produktionsverfahrens kann beispielsweise deutlich attraktiver sein als ein entsprechendes Foto. Stellen Sie zu sehr kleinen oder sehr grossen Gegenständen einen Grössenvergleich, das kann die Streichholzschachtel sein oder nehmen Sie Speicherchips z.B. in die Hand, der Grössenvergleich wird sofort erkennbar. Legen Sie Ihrer Pressemitteilung — wenn möglich — mehrere Motive zur Auswahl bei, auch im Hoch- und Querformat. Der Journalist kann dann das für seine Zwecke passende Motiv auswählen. Querformatige Fotos lassen sich beispielsweise schlecht einspaltig abdrucken, Hochformate werden kaum als „Aufmacher“ bzw. Titelfoto Verwendung finden.

    Checkliste: Pressefoto

    • Standardfoto 13 x 18 cm in Farbe heute Standard
    • Hochglanz (nach Möglichkeit hochformatig)
    • Beschriftung
      • Wer oder was wird dargestellt?
      • Datum
      • Bildnummer
      • Copyright-/Urheberrechtangaben, in der Regel mit dem Zusatz: Abdruck frei bei Quellenangabe / Reprint free of charge by indicating source.
      • Selten mit eventuellem Vermerk: Nach Verwendung zurück
      • Name und Adresse des Ansprechpartners
    •  Digitalisierung der Bildvorlagen auf Datenträger, CDs – auch für das Internet, Intranet und Extranet
    • Archivierung der Fotos
    • Bereithalten von Datenträgerkopien / Abzügen
    • periodische Aktualisierung

    Um eine hohe Qualität der Fotos zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit mit einem professionellen Pressefotografen mehr als sinnvoll. Fragen Sie doch einfach bei der nächsten dpa Niederlassung, welcher Fotograf auch für dpa arbeitet. Da sind Sie in guten Händen.

    Mit was für Kosten müssen Sie denn bei Profis rechnen? Eine gute Zusammenstellung ist auf Internetseiten von Berufsfotografen zu finden. Die nachfolgenden Angaben geben Ihnen Anhaltspunkte für Grössenordnungen.

    Reportage mit Standard-Ausrüstung (Kamera, Objektive 24 - 300 mm, Hand-Blitz)
    Dauer (Arbeitszeit plus An- und Abreise)
    Termin einfach bis 2,5 Std. ab 325,00 €
    1/2 Tag bis 4,5 Std. ab 425,00 €
    1 Tag bis 9,0 Std. ab 575,00 €
    Reisetag (Verrechnung auf Stundenbasis) 1 Std. ab 75,00 €

    Ausfallhonorar

    • bis 24 Std. vor Auftragsbeginn 50 % vom Grundhonorar
    • bis 12 Std. vor Auftragsbeginn 100 % vom Grundhonorar

    Studio oder on Location (Standard-Ausrüstung Fachkamera + Licht)
    excl. Assistenz inc. Assistenz
    Termin einfach bis 2,5 Std. ab 450,00 € 650,00 €
    1/2 Tag bis 4,5 Std. ab 950,00 € 1.200,00 €
    1 Tag bis 9,0 Std. ab 1.500,00 € 1.750,00 €
    Reisetag / Vorbereitung 1 Stunde ab 70,00 €
    Ausfallhonorar Tag ab 600,00 €
    (Verrechnung auf Stundenbasis) Stunde ab 160,00 €

    Zur Zusammenarbeit mit Berufsfotografen

    Der Umfang der übertragenen Rechte ist zu vereinbaren. Im Zweifelsfall gilt § 31 (5) Urhebergesetz. Originale bleiben in der Regel im Eigentum des Auftragnehmers. Die Honorare enthalten üblicherweise keine Nebenkosten. Verbrauchsmaterialien und Kosten für technische Weiterverarbeitung werden gesondert berechnet. Fahrt-/Reisekosten werden gesondert berechnet - einschliesslich Kosten für erforderliche Reise- und Gefahrenversicherung sowie z.B. Schutzimpfungen, wenn Sie den Fotografen in das Amazonasgebiet schicken. Bei Nut-zung eines Pkw werden pro km bis zu 1,00 € verrechnet. Flugreise ist üblicherweise Bussinessklasse. Bahnreise = 1. Klasse. Übernachtungskosten werden gesondert verrechnet. Fotograf/in und Asssitenz haben Anspruch auf ein Hotel der gehobenen Mittelklasse. Tagesspesen werden entsprechend § 12 EStG in Verbindung mit Abschnitt 119 der Einkommensteuer-Richtlinien (EStR) berechnet. Also: was vorher vereinbart wird, das macht die Zusammenarbeit transparent und für beide Seiten kalkulierbar. Denken Sie auch daran, Berufsfotografen leben davon!

    Was PR-Bilder leisten müssen

    Der Einsatz von Bildern ist für Verbände, Organisationen und Unternehmen eine Chance in ein Medium zu gelangen. Das wird unterschätzt. Dabei spielen sowohl die inhaltliche als auch die technische Qualität der Bilder eine massgebliche Rolle.
    Welche Kriterien muss ein PR-Bild erfüllen, damit es in die engere Wahl der Bildredaktion einer Tageszeitung gelangt? „Wir drucken nur Bilder, die nicht gestellt oder inszeniert wirken“, sagt ein Bildchef einer grossen deutschen Wirtschaftszeitung. Und der Redaktionsleiter des grössten deutschen Bilderdienstes geht sogar noch einen Schritt weiter. Für ihn ist „das beste PR-Bild kein abgeliefertes Bild, sondern ein guter Fototermin“, zu dem eingeladen wurde. „Bilder müssen Informationen oder Emotionen transportieren“. Leider gelingt es nur wenigen Pressestellen, solche PR-Bilder zu liefern.
    Zusätzlich kommt es aber auch auf die „kreative Idee“ an, die hinter dem Bild steht. So setzt die Fotoredakteurin einer Umweltschutzorganisation darauf, mit Aktionen Nachrichtenanlässe zu schaffen, die das Interesse der Öffentlichkeit wecken. Obwohl diese meist von Pressefoto-grafen der Nachrichtenagenturen aufgenommen werden, sieht sie ihre Organisation als eigentliche Urheberin dieser Bilder. Doch nicht nur auf die inhaltliche, sondern auch auf die technische Qualität kommt es bei dem Versand eines PR-Bildes an.
    Ein Bild sollte elektronisch vorliegen, mindestens eine Auflösung von 300 dpi und unbedingt einen Bildtext im IPTC-Format haben. Der IPTC-NAA Standard (oft kurz nur IPTC) ermöglicht die Speicherung von Textinformationen in Bilddateien (z.B. in TIFF- oder JPEG-Dateien). Der Standard wurde von der IPTC (International Press Telecommunications Council) zusammen mit der NAA (Newspaper Association of America) entwickelt. Ein weiteres Abdruck-Kriterium ist der Copyright-Vermerk. „Sind die Bildrechte nicht eindeutig geklärt, wird das Bild nicht gedruckt“.

    Pressefotos in IPTC Norm mangelhaft

    Das communication-college hat die IPTC Qualität von Pressefotos von Unternehmen untersucht. Die Anzahl an digitalen Bildern nimmt täglich zu, die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Digitale Bilder verstauben nicht, verformen sich nicht durch die heisse Luft des Dia-projektors, brauchen nahezu keinen Platz, sind kostenlos reproduzierbar und verlieren im Laufe der Jahre nicht an Qualität. So haben Bildagenturen und Medien fast vollständig auf die Verarbeitung von digitalen Bildern umgestellt. Das Ergebnis der Untersuchung ist niederschmetternd. Fast 95 Prozent der Pressestellen von grossen Unternehmen und fast 100 Prozent von mittelständischen Unternehmen, die Bilder digital versenden oder zum download im Internet anbieten, haben die IPTC Daten nicht oder unvollständig ausgefüllt.

    Im Zweifelsfall und besonders, wenn Bildmaterial schnell benötigt wird

    • wird das Bild nicht verwendet, sondern wird auf Agenturbilder zurückgegriffen
    • oder es wird kein Bild verwendet
    • das Bild wandert in den elektronischen Papierkorb
    • das Bild wird nicht archiviert

    Bei manchen deutschen, aber erst recht grossen amerikanischen und englischen Redaktionen werden beim E-Mail Eingang von Bildern an die Redaktion Bilder ohne IPTC Eintrag gar nicht weitergeleitet, sie werden als Attachment abgeschnitten.

    International Press Telecommunications Council

    IPTC steht für International Press Telecommunications Council (http://www.iptc.org), der einen weltweiten Standard für die Beschreibungen, Verschlagwortungen und Urheberangaben von Digitalfotos festgelegt hat. IPTC-Daten werden von Fotoredakteuren und Bildagenturen dazu verwendet, um Fotos mit Informationen zu versehen, zu verarbeiten und zu archivieren.
    Die IPTC Standards wurden vom International Press Telecommunications Council mit Sitz in Windsor, Grossbritannien, festgelegt. Es wurde 1965 gegründet mit dem Ziel, die Interessen der Weltpresse für neue Medien zu vertreten. Seit Ende der 70er Jahre liegt der Arbeitsschwerpunkt auf der Entwicklung und Festlegung von Industriestandards für den Datenaustausch.

    Mit dem digitalen Bild-Dialog können die IPTC-Attribute eines Bildes gepflegt werden. Z.B. Adobe Photoshop unterstützt den von der Newspaper Association of America (NAA) und dem International Press Telecommunications Council (IPTC) entwickelten Informationsstandard zum Identifizieren übermittelter Texte und Bilder. Dieser Standard umfasst Einträge für Objektbeschreibungen, Stichwörter, Kategorien, Bildrechte und Herkunft. Bildunterschriften und Stichwörter können beim Durchsuchen von Bilddatenbanken von Drittanbietern verwendet werden.

    Fotografen nutzen oft z.B. Photoshop, um die IPTC-Daten zu einem Bild abzuspeichern. Dazu müssen für jedes Bild Daten in den sechs Dialogen erfasst und abgespeichert werden. Die Verschlagwortung, Kategorien, das Bilddatum, der Name des Fotografen etc. werden in die Bilder eingetragen.

    Alle Bildagenturen und Fotoredakteure haben das Ausfüllen der IPTC Daten bei digitalen Fotos für Ihre Fotografen und Fotomaterialzulieferer zur Pflicht gemacht. So können Bilder schnell und problemlos aktuell verarbeitet und archiviert werden. 

    Die Abbildung von Daten z.B. bei Photoshop-Dialogen zur Erfassung der IPTC-Daten ist in der folgenden Tabelle beschrieben.

    Übersicht der möglichen IPTC-Daten

    Service

    Wünscht man dagegen keine zusätzliche Software oder ist auch die Anschaffung der relativ teuren Photoshop Software zur Zeit nicht möglich, sondern man will kurz und schmerzlos die Angaben sehen und verändern, bietet sich IPTCext 1.1. an.
    Die Erweiterung für den Windows Explorer ist im Internet zu finden oder Leserinnen und Leser unserer Webseite können die Installationsdatei anfordern bei info@communication-college.org. Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung sind aus Themen- und Platzgründen hier nicht behandelt. Interessenten können gern nach einem 95-seitigen Srcipt aus den zusätztlichen Kursunterlagen des www.communication-college.org fragen.

    Das Handwerkszeug des Pressefotografen

    • Digitalkamera mit > 5 Mio. Pixel oder/und
    • Spiegelreflexkamera 35 mm, möglichst mit zwei Gehäusen, um zwischen Farb- und Schwarzweissfilm oder zwischen Filmen verschiedener Empfindlichkeit wechseln zu können
    • Weitwinkel- und Teleobjektiv (Normalobjektiv wird kaum benötigt), am besten Vario-Objektive 24-35 mm und 75-200 mm
    • Elektronenblitz mit möglichst hoher Leitzahl und schwenkbarem Reflektor
    • Nahlinsen bzw. Zwischenringe für Nahaufnahmen / Dokumentenrepros usw.
    • Stativ

    Und zu guter Letzt:

    Immer versuchen, dass ich ein Bild mache, was mehr als 1.000 Worte sagt, dass ich auch ohne Bildunterschrift erkennen kann, um was es sich handelt.